Ein Kunde sucht abends „Elektriker Notdienst Bozen" auf dem Handy. Er sieht drei Profile mit Karte, Sternebewertung und Öffnungszeiten, direkt über den organischen Suchergebnissen. Wer dort nicht vollständig und aktuell erscheint, verliert die Anfrage, bevor die eigene Website überhaupt geladen hat.
Google Unternehmensprofil, früher „Google My Business", ist für lokale Handwerksbetriebe oft der erste Kontaktpunkt, nicht die Website. Genau deshalb lohnt es sich, das Profil genauso ernst zu nehmen wie die eigene Seite. Die folgenden sieben Punkte sind die, die in der Praxis am meisten Wirkung zeigen, in der Reihenfolge, in der wir sie bei Kundenprojekten angehen.
Ein unvollständiges Profil rankt schlechter als ein vollständiges, unabhängig davon, wie gut die Arbeit des Betriebs tatsächlich ist.
1. Die richtige Hauptkategorie
Die Hauptkategorie ist das stärkste Signal dafür, bei welchen Suchanfragen Google ein Profil überhaupt in Betracht zieht. „Elektriker" schlägt „Dienstleister", „Sanitärinstallateur" schlägt „Handwerksbetrieb". Wer mehrere Standbeine hat, zum Beispiel Elektro und Photovoltaik, trägt das Kerngeschäft als Hauptkategorie ein und die Nebenleistungen als zusätzliche Kategorien, nicht umgekehrt.
2. Jede Leistung einzeln, nicht als Fließtext
Im Bereich „Dienstleistungen" lässt sich jede Leistung als eigener Eintrag anlegen, mit eigener Kurzbeschreibung. Ein Betrieb, der „Elektroinstallation, Photovoltaik, Glasfaseranschluss, E-Mobilität" nur in einem Satz im Profiltext erwähnt, taucht bei spezifischen Suchanfragen zu diesen Themen seltener auf als einer, der jede Leistung einzeln einträgt.
3. Echte Fotos abgeschlossener Projekte
Profile mit aktuellen, echten Fotos werden nachweislich häufiger angeklickt als Profile mit Stockbildern oder nur dem Logo. Für Handwerksbetriebe heißt das konkret: nach jedem Projekt zwei, drei Fotos vom fertigen Ergebnis machen und hochladen. Vorher-Nachher-Paare funktionieren besonders gut, weil sie den Nutzen sofort zeigen.
Faustregel aus der Praxis: ein Profil mit mindestens 10 aktuellen Projektfotos wirkt auf Interessenten deutlich vertrauenswürdiger als eines mit drei alten Bildern, selbst wenn die Arbeit dahinter identisch gut ist.
4. Öffnungszeiten, die stimmen
Falsche oder fehlende Öffnungszeiten sind einer der häufigsten Gründe, warum Kunden ein Profil verlassen, ohne anzurufen. Das gilt besonders für Notdienste: wer als Elektriker Notdienst anbietet, sollte das im Profil explizit ausweisen, inklusive Sonderzeiten an Wochenenden und Feiertagen, statt es nur auf der Website zu erwähnen.
5. Bewertungen aktiv einholen, nicht abwarten
Zufriedene Kunden bewerten selten von sich aus. Wer nach Projektabschluss direkt um eine Bewertung bittet, am besten mit einem persönlichen, einfachen Link statt einer allgemeinen Bitte, bekommt spürbar mehr Rückmeldungen. Wichtig ist auch, auf jede Bewertung zu antworten, positiv wie negativ: das zeigt sowohl Google als auch künftigen Kunden, dass der Betrieb aktiv ist.
Ein kurzer Text reicht
- „Danke für die Bewertung, [Name]! Es freut uns, dass [kurzer Bezug zum Projekt]."
- Bei negativen Bewertungen: sachlich bleiben, den Punkt ansprechen und eine Lösung anbieten.
- Nie löschen lassen wollen, was berechtigt ist. Das fällt auf.
6. Der Link zur eigenen Website
Ein Profil ohne verlinkte Website verliert Anfragen: Interessenten, die mehr sehen wollen als das Profil hergibt, Referenzen, Details zu einzelnen Leistungen, ein Anfrageformular, finden dort keinen Platz dafür. Der Link sollte idealerweise nicht auf die Startseite, sondern auf die passende Leistungsseite zeigen, wenn eine Suchanfrage sich klar einem Gewerk zuordnen lässt.
7. Regelmäßige Beiträge und Updates
Google-Beiträge, kurze Updates zu abgeschlossenen Projekten, Aktionen oder saisonalen Themen wie „Photovoltaik-Förderung 2026", halten das Profil aktiv und liefern zusätzliche Signale für die lokale Suche. Ein Beitrag pro Monat reicht meist aus, wichtiger als die Frequenz ist, dass die Inhalte echt und spezifisch sind, nicht generisch.
Fazit: Profil und Website gehören zusammen
Ein starkes Google Unternehmensprofil bringt den ersten Kontakt, eine klare Website macht daraus eine Anfrage. Wer nur eines von beiden pflegt, lässt Potenzial liegen. Wir bauen bei amstudio Websites für Handwerksbetriebe in Südtirol so, dass sie mit dem Google-Profil zusammenspielen, und richten das Profil bei Bedarf im Rahmen des Projekts mit ein.
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