Studie 2026 · 9 Seiten
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Wie sichtbar ist das Südtiroler Handwerk?
Wir haben gemessen, wie Handwerksbetriebe in Südtirol bei Google, in Google Maps und bei ChatGPT gefunden werden, auf Deutsch und auf Italienisch. Die ganze Studie gibt es kostenlos als PDF, ohne Anmeldung.
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Das Wichtigste zuerst
- Auf Italienisch werden große Handwerksbetriebe nur halb so oft gefunden wie auf Deutsch. Ihre Website steht bei 15 von 100 italienischen Suchen auf Seite 1, bei deutschen Suchen sind es 29. Dabei haben fast neun von zehn eine italienische Website.
- Auf Italienisch belegen Branchenverzeichnisse und Vermittlungsportale fast jeden dritten Platz auf Seite 1, auf Deutsch nur jeden zwanzigsten.
- Die Hälfte der Google-Profile hat drei Bewertungen oder weniger. Fast drei von zehn Profilen hat der Betrieb nie übernommen.
- ChatGPT nennt auf die Frage nach einem Handwerker in acht von zehn Antworten mindestens drei Betriebe. 29 von 108 großen Betrieben kamen in keiner ihrer Antworten vor.
- Nur 13 von 100 Handwerks- und Baubetrieben, die Personal suchen, werben dafür auf Facebook oder Instagram.
Vier Zahlen aus der Studie
Woher die Zahlen kommen: eigene Messungen von amstudio zwischen dem 11. September und dem 10. Oktober 2026. 587 Einträge von Handwerksbetrieben in Google Maps, 2.970 Google-Suchen für 108 größere Betriebe auf Deutsch und Italienisch, 327 Fragen an ChatGPT mit Websuche, die Websites der großen Betriebe und 389 Betriebe mit offenen Stellen. Einzelne Betriebe nennen wir nicht. Herausgegeben von Alex Grünberger, gelernter Elektriker und Gründer von amstudio in Kastelruth.
Das Google-Profil
Wer einen Handwerker sucht, sieht bei Google oft zuerst den Eintrag in der Karte. Wir haben 587 solche Einträge von Handwerksbetrieben in Südtirol ausgewertet. Der mittlere Betrieb hat drei Bewertungen, 21 von 100 haben keine einzige. 29 von 100 Profilen hat der Betrieb nie übernommen, 24 von 100 verlinken keine Website. Was in ein gutes Profil gehört, steht in unserer Checkliste für das Google-Profil.
Die Google-Suche
Für 108 größere Handwerksbetriebe, fast alle mit zehn oder mehr Mitarbeitern, haben wir bei Google nach ihren eigenen Leistungen gesucht. Im Ort des Betriebs, in Nachbarorten, im Tal und in ganz Südtirol, jeweils auf Deutsch und auf Italienisch. Bei deutschen Suchen steht die Website bei 29 von 100 Suchen auf Seite 1, bei italienischen bei 15. 39 der 108 Betriebe stehen bei keiner einzigen italienischen Suche auf Seite 1.
Die italienische Lücke
Fast ein Drittel des Suchvolumens für die gemessenen Leistungen ist italienisch, und 87 von 99 geprüften Websites haben eine italienische Version. Gefunden werden die Betriebe auf Italienisch trotzdem nur halb so oft. Auf Seite 1 stehen dort oft Branchenverzeichnisse und Vermittlungsportale. Sie belegen bei italienischen Suchen 32 von 100 Plätzen, bei deutschen 5. Eine übersetzte Website allein reicht offenbar nicht. Wie eine zweisprachige Website aufgebaut sein kann, zeigen wir auf der Seite Deutsch und Italienisch.
ChatGPT
Wir haben ChatGPT mit Websuche 327 Fragen gestellt, so wie ein Kunde fragt, in der Regel zwei auf Deutsch und eine auf Italienisch je Betrieb. Die mittlere Antwort nennt vier Betriebe, acht von zehn Antworten nennen mindestens drei. 40 von 100 Antworten nennen den Betrieb, für dessen Gewerk und Ort wir gefragt haben. 29 von 108 großen Betrieben kamen in keiner ihrer Antworten vor.
Die Website
Die Websites der großen Betriebe haben wir Seite für Seite geprüft, bei 99 von 108 war das möglich. 53 haben keine erkennbare Seite mit offenen Stellen, 12 keine italienische Version und 8 keine Ansicht für das Handy. 14 von 66 Websites mit bekanntem Alter wurden zuletzt 2019 oder früher erneuert.
Leute finden
Am 9. Oktober 2026 hatten 389 Handwerks-, Bau- und Technikbetriebe offene Stellen. 13 von 100 werben dafür auf Facebook oder Instagram mit einer Stellenanzeige. Mehr dazu steht in unserer zweiten Studie Wie sucht das Südtiroler Handwerk Personal?
Wie wir gemessen haben
Jede Google-Suche haben wir einmal abgefragt. Einzelne Werte können abweichen, die Summen über fast 3.000 Suchen sind belastbarer. Die 108 Betriebe sind die größeren Handwerksbetriebe, keine Zufallsauswahl. Die Google-Profile stammen aus Suchen nach vier Gewerken. Alle Quellen und Grenzen stehen am Ende der Studie.
Wo steht Ihr Betrieb?
Die Studie enthält zehn Fragen zum Selbstprüfen. Auf Wunsch messen wir Ihren Betrieb genauso wie in der Studie.
Häufige Fragen
01Kostet die Studie etwas?
Nein. Die Studie ist kostenlos und ohne Anmeldung als PDF abrufbar.
02Werden einzelne Betriebe genannt?
Nein. Die Studie zeigt nur Summen und Anteile. Kein Betrieb wird mit Namen genannt.
03Darf ich die Zahlen zitieren?
Ja, mit Quelle „amstudio, Studie 2026: Wie sichtbar ist das Südtiroler Handwerk?“ und einem Link auf diese Seite.
04Gibt es die Studie auch auf Italienisch?
Derzeit gibt es die Studie nur auf Deutsch.
Fragen zur Studie?
Oder wollen Sie wissen, wo Ihr Betrieb steht? Schreiben Sie uns kurz.